Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition
Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition

Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition

Nick Offerman spielt in einer Sitcom den Direktor eines Grünflächenamts, der zugleich Whisky aus der Lagavulin-Brennerei vergöttert. Gleichzeitig ist ebendieser Nick Offerman derjenige, der den Amerikanern den in Europa so geliebten torfigen Islay-Malt nahebringen soll.Die Besonderheit dieser limitierten und mittlerweile unter Sammlern sehr begehrten Abfüllung ist ein vier monatiges Finish in Guinness-Fässern. Ziel ist es den Scotch um die würzigen Stout-Bier-Aromen zu erweitern. Traurig: Anstatt aus Irland stammen Guinness-Fässer aus Maryland in den USA und werden per Schiff nach Schottland transportiert. Eine Ökobilanz aus der Hölle.

  • Single Malt
  • Schottland
  • Islay
  • 11 Jahre
  • 46% Vol.
  • Lagavulin
  • 107,13 €/l

Verkostung

Nase

Malzig-süß und mit Aromen von Rauchpaprika, Zimt, sowie Birne und Minze eröffnet die 11 Jahre alte Abfüllung. Das für Lagavulin typische angekokelte Eichenholz finden wir selbstverständlich auch wieder.

Gaumen

Torfig-süß und massiv trocken schmeckt der Lagavulin weniger schwer, als es die Nase erwarten lassen hat. Uns begegnet eine Trockenheit, bei der wir an Backkakao und Kaffeepulver denken. Geprägt von getreidigen Aromen ist der Scotch sehr weich und gut ausbalanciert - vieleicht zu weich für einen Lagavulin? Das Guinness-Fass nehmen wir mit Röstmalz-Aromen wahr. Leider nur in Nuancen.

Abgang

Der Abgang ist trocken und lang mit einer ordentlichen Menge an Torfrauch, wie wir es von einem Lagavulin erwarten.

Gedanken

Marcel

Marcel 80/100

Der Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition ist ein spannendes Spiel mit Guinness-Fässern, das vor allem durch seine malzig-rauchige Nase begeistert. Im Mund zeigt er sich überraschend weich und zurückhaltend, was Fans des klassischen Islay-Styles vielleicht etwas enttäuscht. Für Sammler und Liebhaber, die Charakter mit einer Prise Humor suchen, ist er dennoch ein lohnender Dram – auch wenn ein anderer Lagavulin mehr Power zum günstigeren Preis bietet.

Sascha

Sascha 84/100

Diese limitierte Lagavulin-Abfüllung überzeugt durch eine ausgewogene Balance zwischen torfiger Rauchigkeit und subtilen Guinness-Noten, die jedoch nur marginal ausgeprägt sind. Die Struktur ist weich und gut integriert, was dem Whisky eine angenehme Trinkbarkeit verleiht, aber zugleich etwas an Komplexität vermissen lässt. Insgesamt eine interessante, wenn auch nicht überragende Variante für Kenner, die Wert auf harmonische Abstimmung und ein langes Finish legen.

Preis-Leistung: Angemessen

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Häufig gestellte Fragen

Was macht das Guinness-Fass-Finish beim Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition besonders?

Das viermonatige Finish in Guinness-Fässern aus Maryland verleiht dem Whisky subtile würzige Stout-Bier-Aromen, die den typischen torfigen Charakter von Lagavulin ergänzen. Diese Kombination ist ungewöhnlich, da Guinness-Fässer normalerweise nicht für Scotch verwendet werden.

Wie unterscheidet sich der Geschmack des Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition von klassischen Lagavulin-Abfüllungen?

Im Vergleich zu klassischen Lagavulin-Whiskys wirkt diese Edition durch das Guinness-Fass-Finish etwas weicher und weniger schwer. Neben dem typischen Torfrauch dominieren Nuancen von Röstmalz, Backkakao und Kaffeepulver, was dem Whisky eine zusätzliche trockene und würzige Note verleiht.

Warum ist die ökologische Bilanz der Lagavulin 11 Jahre Offerman Edition kritisch zu betrachten?

Die Guinness-Fässer stammen nicht aus Irland, sondern werden in den USA (Maryland) hergestellt und per Schiff nach Schottland transportiert. Dieser lange Transportweg verursacht unnötige Emissionen, was aus ökologischer Sicht problematisch ist.